Martin-Niemöller-Stiftung

Artikel vom 2. 8. 2005

Erinnern - Helfen - Begegnen

Das Projekt Peremoha

Es war irgendwann im Jahr 1995 in Kiew, als Nadjeschda Mudrenok dem Eisenacher Pfarrer Stefan Müller und dem Ehepaar Irene und Jan Niemöller von ihrem Heimatdorf Peremoha erzählte. Müller gab ihr das Versprechen: „Wir werden dafür sorgen, dass die Menschen in Deutschland von diesem Dorf erfahren.“ Die Niemöller-Stiftung hat das Versprechen eingelöst.

Inzwischen ist Peremoha zum Ziel von Reisen,  zum Objekt von Medienberichten und schließlich zum Symbol für die „verbrannten Dörfer“ in der Ukraine geworden.  Mehr noch: in Peremoha ist eine Reihe von konkreten Hilfsprojekten ist angelaufen. Das Altenheim wurde mit Hilfe des Diakonischen Werks Thüringen renoviert und neu ausgestattet. Die Schule erhielt eine Bibliothek, Ausstattung mit Unterrichtsmaterial und eine neue Heizung. Seit 1999 findet alljährlich ein deutsch-ukrainisches Jugendcamp statt, der WDR drehte einen Fernsehfilm über Peremoha, Künstler aus Bayern und Kiew  spielten Theater  - kurz: in dem ukrainischen Dorf ist einiges in Bewegung geraten.

Geschichte nicht vergessen
Helfen, wo heute Not herrscht
Gemeinsam diskutieren und entscheiden, was werden soll

Von diesen Handlungsanleitungen wird das „Projekt Peremoha“ der Martin-Niemöller-Stiftung bestimmt. Es ist ein behutsames, ein Projekt der kleinen Schritte. Schritte aufeinander zu, Schritte miteinander, Schritte auch über unsichtbare Grenzen hinweg. Schritte, die Misstrauen beseitigen sollen; Schritte, die Vertrauen schaffen wollen,  und Versöhnung möglich machen.

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www.martin-niemoeller-stiftung.de/1/peremoha/a10